Gedichte

Wei(h)nachtszeit (1)

Wie aus Zucker legt der Reif bei Nacht
einen weißen Hauch aus Eis über unsere Reben
und morgens wenn die Sonn erwacht
kleine Kristalle millionenfach die Strahlen wiedergeben

An warmen Tagen hört man am steilen Berg
leises, einsames Scherenklicken
Der Winzer tut sein Winterwerk,
während Vögel vergessene Beeren picken

Der Winter holt sich die Landschaft wieder
Früh dämmert es am Rebenhang
und kalter Reif lässt sich hernieder
unser schönes Tal entlang

Und wenn draußen nachts im Dunkeln
Wei(h)nachtstern am Himmel funkeln,
wenn wir bei einem Weine sitzen
millionenfach Kristalle blitzen.

12 /04 WH

Dieses Gedicht wurde für Weihnachten 2004 verfasst.