Gedichte

L’eau de vie - Wasser des Lebens

nicht Mantel, sondern Gans geteilt.
Gegen das Gansfett- Magendrücken
vermieden sich hinab zu bücken.
Wieder auf hohem Ross gesessen
Welch Völlerei, das Martinsessen.

Zu Nikolaus- gefreut ganz toll.
Der Stiefel war gefüllt, ganz voll!
Diesmal ein Auge zugedrückt,
zum Stiefel sich hinabgebückt.
Man kann das Süße Zeug in Massen,
doch nicht so verkommen lassen!

Zum Christfest schon am Heilig Abend
Karpfen serviert- in Riesling badend.
Am Hauptfesttag dann ohne Bedenken
Aufmerksamkeit dem Truthahn schenken.
Wann endet denn die große Plage?
Es gibt zwei Weihnachtsfeiertage!

Silvester macht man dann Fondue;
Ob heiß im Fett, ob in der Brüh’,
Es wird dann eine halbe Nacht
an das vergangne Jahr gedacht.
Und später wird dann fast gebangt
ob es im Neuen Jahr auch langt.

Um die Torturen zu ertragen,
vergesse nicht Dich auch zu laben.
Ein guter Wein – das nicht nur täglich
macht diese Pein besser verträglich.
Er hilft nicht nur bei der Erbauung,
Wein fördert auch noch die Verdauung.

Ein Aperitif, der macht Dir keck
die halben Magensorgen weg.
Droht ein Gewitter nach dem Essen,
hast Du den Digestif vergessen.
Es ist seit langem schon bekannt:
Ein Schnaps danach – ja das entspannt!

Vorsorge ist, das weiß auch jeder,
stets der beste Sanitäter.
Bekannt ist dass an diesen Tagen
Apotheken stets geschlossen haben.
Am 1. Advent komm hier vorbei
Probiere selber die Arzene!

WH 11/07